Die neuen Trikots sind da

Traditionell pünktlich zum Trainingsauftakt präsentiert Hertha BSC das neue Heim- und Auswärtstrikot für die kommende Saison.

Das Trikot war und ist ein Reizthema. Es gilt Tradition, Innovation, Mode und Zeitgeist in Einklang zu bringen. Das ist vor dem Hintergrund des Herstellungsprozesses gar nicht mal so einfach. Was viele nicht wissen – während wir hier über das „neue“ Trikot debattieren, wird bereits das Trikot für die Saison 23/24 in Auftrag gegeben. Das ist in der Textilbranche ein durchaus gängiger Zyklus, für uns Fans wirkt das wie ein unrealistisch langer Vorlauf. Farbgebung und Form eines Hauptsponsorlogos kann beim Design ebenso wenig berücksichtigt werden, wie beispielsweise aktuelle Trends.

Da Nike und adidas allerdings die absolute Vorherrschaft auf dem Ausrüstermarkt innehalten, bestimmen beide natürlich de facto was Trend ist und was nicht. Hinzu kommt, dass man in Sachen Gestaltung auch nicht unwesentlich limitiert ist. Es ist einer der aktuellen Nike-Dummies zu verwenden, Schnitt und Design des Trikots ist also nicht verhandelbar. In Sachen Farbgebung bewegt man sich bei Hertha natürlich immer im selben Spektrum. Blau-Weiße Streifen. Da wird verständlicher Weise nicht jedes Jahr das Rad neu erfunden. Vor allem auch deshalb nicht, weil hier auch noch einige Leute mitreden wollen. Bei Trikots hat jeder eine Meinung. Am Ende entscheiden Ausrüster, Verein und auch der Hauptsponsor wird ggf. ein Vetorecht haben. Das fertige Trikot ist also zwangsläufig immer ein Kompromiss.

Und dieser Kompromiss sieht so aus:

Dieser wirklich gelungene Trailer macht Lust auf mehr. Er erinnert in seiner Aufmachung etwas an den kürzlich veröffentlichten Spot der BVG zum Kulturticket – das macht aber nix, denn der war ebenfalls toll. Er gibt außerdem einen Hinweis auf das grundlegende Designkonzept des Heimtrikots. Die fragmentierten Streifen erinnern an die Pegelanzeige des DJs bzw. Musikproduzenten. Und so heißt es in der offiziellen Ankündigung nicht umsonst „Hertha dreht auf!“.

Das Heimtrikot

Wie schon angedeutet – die blau-weißen Streifen kommen diesmal ungewöhnlich fragmentiert daher. Durch die fehlende Flächigkeit der Streifen wirkt das Blau und somit auch das Trikot insgesamt deutlich heller. Der Kragen, sowie die Ärmelsäume sind im klassischen Hertha-Blau gehalten. Fahne und Nike-Swoosh sind wie immer gestickt. Beides wurde mit einer weißen Kontur versehen. Im inneren Nacken: die Berliner Flagge. Auf der Rückseite prangt ein „HaHoHe“ – ein schönes Detail.

Dieses Design wird nicht allen gefallen, vor allem diejenigen, die sich etwas Abwechslung vom immergleichen Streifen-Design gewünscht haben, dürften mit dem neuen Heimtrikot zufrieden sein. Die Trikots sind aus 100 Prozent recyceltem Polyestergewebe hergestellt. Es kostet 89,95 EUR (80,95 EUR für Mitglieder) und ist ab sofort im Hertha Shop erhältlich.

Das Auswärtstrikot

Das aktuelle Auswärtstrikot avancierte zum Kassenschlager und war durchweg ausverkauft. Ein Schicksal, was dem neuen Auswärtstrikot ebenfalls drohen könnte. Klar, alles immer Geschmacksache, aber mit dem neuen Auswärtstrikot ist Hertha BSC ein absolutes Highlight gelungen. Es ist vor allem schlicht. Der stylische Dummy fällt durch den raffinierten Kragen auf. Dort arbeitet man mit türkisen und blauen Akzenten. Die Grundfarbe ist ein dunkles Navy-Blau. Fahne und Swoosh sind gestickt. Einen wesentlichen Anteil daran, dass dieses Trikot ein echter Hingucker geworden ist, trägt der neue Hauptsponsor autohero. Dieser verzichtete bewusst auf seine Original-Farbgebung. Das komplett weiße Logo fügt sich dadurch wunderbar dem Rest des Designs. Ich bin selten euphorisch, was Trikots angeht, aber hier bleibt mir nur ein BRAVO!

Das Trikot kostet ebenfalls 89,95 EUR (80,95 EUR für Mitglieder) und ist im Hertha Shop vorbestellbar.

Fazit

Ein Heimtrikot, das eher Liebe auf den dritten Blick werden könnte und ein außergewöhnlich schönes Auswärtstrikot. Gute Arbeit!

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